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20.
Juni 2010- Sally`s Welpen sind fünf Wochen jung
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Samstag
19.Juni 2010 - "Ich hab`Hunger"
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"OK,
aber jeder nur ein Schluck"
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Kleine
Cira ganz groß
Westhighland
Hündin als Mutterersatz für fünf Airedale- Terrier
Waisen
Der Notruf einer Airedale- Terrier Züchterin erreichte uns
an einem späten Montagnachmittag. Fünf neugeborene Airedale-
Terrier- Welpen mußten dringend versorgt werden. Eine bei
dieser Rasse eher seltene Kaiserschnittgeburt hatte die Mutter
der Kleinen zum Entsetzen der Züchterin nicht überlebt.
Eine sogenannte "Ammenhündin" war bei allen Bemühungen
nicht kurzfristig verfügbar, so daß die Zeit für
die Neugeborenen immer knapper wurde. Mehr zufällig erhielt
die Züchterin durch ihre Zuchtwartin die Information, dass
Jutta Effing schon Handaufzuchten sehr erfolgreich durchgeführt
hatte.
Nach Kontaktaufnahme und spontaner Zusage ging dann alles sehr
schnell. Während sich die Züchterin mit den Welpen auf
den Weg machte, wurden bei uns alle Vorbereitungen für die
Pfleglinge getroffen.
Eine mit einer Wärmeplatte ausgestattete "Wurfkiste"
für die nötige Nestwärme, Ersatzmilch und Babyfläschchen
für die hungrigen Mäuler sowie Tücher und Öl
für die Pflege wurden im dafür vorgesehenen Aufzuchtraum
bereitgestellt. Die Welpen konnten kommen.
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Aus
kleinen, hilflosen Winzlingen..
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.......werden
prächtige Airedale- Welpen
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Arbeitsteilung:
Futter von der "Cheffin"...
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.....die
Körperpflege übenehme ich
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Aufgepasst,
so wird`s gemacht
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Genau!
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Direkt nach
dem Eintreffen stand für die Winzlinge die erste Fütterung
auf dem Programm. Mit viel Geduld, aus der Flasche trinken will gelernt
sein, verabreichte Ersatzmutter Jutta die erste Milch. Da Hundewelpen
in den ersten zwei Lebenswochen noch nicht eigenständig verdauen
bzw. sich entlasten können, werden sie von ihren Hundemüttern
durch Belecken der Bauch- und Afterregion dazu animiert. Ohne diese
Behandlung würden die Welpen sterben.
Für eine Handaufzucht bedeutet dies, dass die ständige Verdauungshilfe
der Hundemutter durch den Menschen simuliert werden muss. Anstelle
der Hundezunge treten hier Wattepads, die in warmes Wasser getränkt
und mit denen dann Bauch und Po der Welpen bis zum Kotabsatz stimuliert
werden.
Bei einer anfänglichen Fütterungsfrequenz von sechs Mahlzeiten
täglich erfordert die gesamte Prozedur den Einsatz der Ersatzmutter
rund um die Uhr.
Nach ca. einer Woche bekamen wir dann Hilfe von unerwarteter Seite.
Unsere zwölfjährige Westiehündin Cira marschierte wie
selbstverständlich mit in das Welpenzimmer, war mit einem Satz
in der Welpenkiste und bearbeitete die fünf Welpen der Reihe
nach mit Feuereifer. Allein ihr Verhalten machte allen unmißverständlich
klar, wer ab jetzt für die Airedale- Pflege zuständig war.
In der Natur ist dieses Verhalten innerhalb eines Wolfs- oder Wildhundrudels
für den hilflosen Nachwuchs überlebenswichtig. Bei Ausfall
der leiblichen Wolfs- oder Hundemutter springen sofort die zum Rudel
gehörigen "Tanten" ein.
Bei unseren seit langer Zeit domestizierten Haushunden zeugt dieses
Verhalten von einer noch sehr gut vorhandenen Instinktsicherheit.
Die Arbeitsteilung zwischen menschlicher Ersatzmutter und Hundeamme
klappte auf jeden Fall ganz hervorragend. Nach jeder Fütterung
mit der Flasche übernahm Cira dann ausgiebig die Körperpflege.
Sie mag sich im Laufe der Wochen zwar gelegentlich über das rasante
Wachstum ihrer "Kuckucks-Kinder" gewundert haben, verrichtete
aber unverdrossen ihre Erziehungsaufgaben in der für die Welpen
so wichtigen Phase der Prägung und Sozialisierung.
Abschließend sei berichtet, dass alle Airedale- Welpen in gute
Familien abgegeben werden konnten. Alle fünf sind zu prächtigen
Junghunden herangewachsen und wurden zwischenzeitlich das erste mal
getrimmt. |
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